Philosophie zur Pferdezucht & Haltung

Pferdezucht ist ein Thema, welches ich mir in Kindheits- und Jugendträumen viel einfacher vorgestellt habe. Jeder der nicht einmal selbst das alles mitgemacht hat, was drumherum dazu gehört, wird nie ein realistisches Urteil abgeben können, wie komplex das Thema Pferdezucht ist. Trotz der ganzen "Trends"  - wie ich es gern nenne - zum Beispiel bezüglich der Auswahl des geeigneten Beschälers (Stichwort: Junghengsthype) oder auch der Haltungs- und Ausbildungsformen, versuche ich mir eigene Ziele zu setzen. Mein Ziel ist es, die Vierbeiner artgerecht und bewusst im täglichen Umgang zum Menschen aufwachsen zu lassen. Die kontinuierliche Kommunikation mit dem Menschen scheint essentiell. Ich lehne es ab, Fohlen und junge Pferde in riesengroßen Herden auf der Weide aufwachsen zu lassen und sie die ersten zwei/drei Jahre ihres Lebens völlig isoliert vom Menschen groß werden zu lassen. Ich möchte täglich, bereits im Fohlenalter beginnend, mit dem Vierbeiner kommunizieren. Unsere Pferde sind von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang 365 Tage im Jahr auf der Wiese und genießen dort ihre "Freizeit". Das altersentsprechende Training ist abwechslungsreich gestaltet. Dabei kommt es nicht auf die Tatsache an, ob es sich um ein "Dressur"pferd oder "Spring"pferd handelt. Springgymnastik, Geländearbeit, Freispringen, Longenarbeit und das dressurmäßige Gymnastizieren sind unsere Trainingsinhalte. Meine Vision ist es, Pferde zu züchten, die durch Leistungsbereitschaft, Arbeitswillen und Rittigkeit überzeugen und deren Bewegung das Reiterherz höher schlagen lassen. Kombiniert mit einem ausgeglichenen Charakter und innerer Ruhe, sollen die Warmblüter einfach aber durch eine feine reiterliche Einwirkung "bedienbar sein". 

Dressur- und Springfohlen

Mit Blick auf das Image des Pferdesports, "scheiden sich die Geister" ...Häufig hört man davon, dass das Pferd als Sportgerät "genutzt" wird. Pferdebesitzer stellen ihre Pferde in den schönsten Pensionsställen unter. Wichtig sind in erster Linie die Reithalle, damit täglich witterungsunabhänig und möglichst ohne störende Faktoren trainiert kann und wohlmöglich eine Führanlage, falls die Lust am Reiten fehlt. Viele Höfe verfügen dabei über viel zu wenig Weideland. Wichtig sind nicht die Fachkenntnisse über eine optimale Fütterung, wichtig ist, dass der Futtersack schön aussieht. Wichtig sind nicht die Ursachen, weshalb der Tierarzt gerufen werden muss, viel wichtiger ist, dass er die Symptome beheben kann. Dies ist kein Vorurteil, es soll lediglich ein Beispiel zeigen, welche Prioritäten Reiter durchaus setzen. Ob sie ihrem Pferd mit dieser Haltung etwas Gutes tun, ist infrage zu stellen. Für uns steht das Pferd im Mittelpunkt, das bedeutet, eine Haltung möglichst artgerecht. Natürlich ist klar, dass wir ihnen die Freiheit nicht zurückgeben können. Aber in dem Maß, indem wir es können, tun wir es gern! Unsere Pferde haben 365 Tage im Jahr Weide...

Pferdezucht mit Leidenschaft

...Egal bei welchem Wetter - von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang dürfen sie in ihrer Herde (von jung bis alt) die frische Luft auf unseren großzügigen Koppeln genießen. Jetzt Fragen Sie sich sicher als Leser/-in, warum unsere Pferde nicht 24h/365 Tage auf die Wiese dürfen. Ganz einfach: unsere Pferde sind uns wichtig und wertvoll. Doch wer ersetzt sie uns, wenn sie durch das Handeln Dritter verletzt werden oder gar umkommen? Niemand. Und leider sind solche Vorfälle in letzter Zeit häufig passiert, daher gehen wir auf Nummer sicher. Auch die Ansiedlung des Wolfes ist ein bekanntes Thema.
Die Freizeit unserer Youngster (bis dreijährig) wird durch Spaziergänge oder als Handpferd bei Geländeritten abwechslungsreich gestaltet. So lernen sie schon früh die Umwelt kennen und das Vertrauen zum Menschen wird gestärkt. Dreijährig, ggf. auch vierjährig werden unsere Pferde angeritten und behutsam ausgebildet. Für uns zählt nicht der Turniererfolg als Mittelpunkt unseres Tun´s, für uns zählt die Gymnastizierung für ein gesundes Pferdeleben. Unsere Pferde werden abwechslungsreich beschäftigt. Zwei bis drei Tage in der Woche genießen sie ausschließlich Freizeit. 

Artgerechte Pferdehaltung

An den restlichen Tagen gibt es ein vielseitiges Angebot: Geländeritte, Springgymnastik, Cavalettiarbeit, Bodenarbeit, Longenarbeit, Freispringen und auch reine Dressurarbeit. Zwei bis drei Tage in der Woche genießen sie ausschließlich Freizeit. An den restlichen Tagen gibt es ein vielseitiges Angebot: Geländeritte, Springgymnastik, Cavalettiarbeit, Bodenarbeit, Longenarbeit, Freispringen und auch reine Dressurarbeit. Wir haben keine Reithalle, unsere Pferde werden immer draußen geritten und "müssen" mit allen Bodenverhältnissen zurecht kommen. Unsere Stallungen sind direkt am Wohnhaus, dort haben die Pferde täglichen Kontakt zum Menschen. Die Stallungen sind so konzipiert, dass die Pferde nicht hinter Gittern verweilen müssen, sie können jederzeit ihre arttypische Körperpflege mit Artgenossen betreiben. 

Drohnenvideo I "Winter"

Frostige Koppelzeit mit Jungpferden von Sezuan, Verdi und Hickstead White sowie unserem Goldschatz (Haflinger).

Drohnenvideo II "Frühling"

Die Verbandsprämierte Stute und ich haben eine ganz besondere Verbindung.

Pferdehaltung im Winter

Zur Gesunderhaltung trägt ein vernünftiges Hufmanagement bei. Unsere Pferde tragen keine Hufeisen und werden bereits im jungen Fohlenalter mit enstprechender Hufbearbeitung betreut. Tierarztbesuche können Dank unserer artgerechten Haltung und prophylaktischen Akupunkturbehandlung (TCM) auf ein Minimum reduziert werden.

Pferde-Herde im Morgentau
Pferde-Herde im Nebel
Pferde kraulen einander
Sommerhitze und Pferdehaltung
Zuchtstuten und Fohlen in Thüringen
Erfolgreiche Pferdezucht in Thüringen
Pferde im Portrait

Zur Gesunderhaltung ist eine artgerechte Fütterung essentiell. Unsere Pferde werden im Sommer 24/7 mit saftigen kräuterreichen Wiesen versorgt, in den Wintermonaten mit Heu zum Teil aus eigener Ernte. Eine Mineralfuttergabe ist selbstverständlich, Kraftfutterrationen (Futterhafer) werden bei Bedarf gegeben. Auch individuelle Kräutergaben finden bei uns Anwendung. So sind Stoffwechselkräuter besonders im Frühjahr und Herbst im Futter zu finden. Auch Algen oder diverse Öle werden je nach Bedarf verfüttert. 

Fohlenschau vom Oldenburger Pferdezuchtverband
Barhufer, ohne Hufeisen